10./11. April 2026
6. Altwegekolloquium
Kolloquium der Arbeitsgruppen Altwege Thüringen und Sachsen-Anhalt
Die zurückliegenden Altwegekolloquien haben gezeigt, wie stark sich die (Altwege-)Forschung infolge hoher Befunddichte in den letzten Jahren insbesondere durch den Einsatz von Laserscantechnik (LiDAR) verändert hat. Auf der Grundlage dreidimensionaler Bilder der Erdoberfläche lassen sich zahlreiche Bodendenkmale wie Graben- und Wallanlagen, Grabhügel, Burgen, Wüstungen oder Meilerplätze erkennen. Daneben treten Strukturen hervor, die eher beiläufig entstanden sind – vor allem Reste alter Straßen und Wege in großer Anzahl und Dichte. So sind ganze Höhenzüge wie die Fahnersche Höhe im Thüringer Becken nahezu komplett von Hohlwegen überzogen. Diese Befunde machen deutlich, dass die Entstehung und Nutzung vormoderner Verkehrswege komplexer verliefen, als lange angenommen wurde. Zugleich werfen sie ein neues Licht auf das Ausmaß des Verkehrsaufkommens in früherer Zeit.
Ziel des Kolloquiums war es sein, die mit den genannten Entwicklungen verbundenen Fragestellungen systematisch zu diskutieren und die bislang geläufigen Methoden der Altwegeforschung an neuere Ansätze anzupassen.
Das 6. Altwegekolloquium fand am 10. und 11. April 2026 im Herrenkrug in Sangerhausen statt. Maßgeblich unterstützt wurde die Tagung von den Archäologischen Gesellschaften in Thüringen und Sachsen-Anhalt e. V. sowie vom Heimatbund Thüringen e. V. und vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. Hier geht`s zum
Flyer 🗎.





